Dies ist der große Aufbruch zu unserer kleinen Polarexpedition. In der Stille des Morgens packen wir unsere Rucksäcke neu, beladen die Pulkas, diese leichten Schlitten, die wir hinter uns herziehen werden, und bereiten uns darauf vor, zwei Tage in Autonomie im Herzen des arktischen Territoriums zu verbringen.
Mit Schneeschuhen an den Füßen, den Gurten angelegt, den Stöcken in der Hand durchqueren wir das Dorf zwischen Hunderudeln, die im Schnee liegen. Das Gebell, die leuchtenden Farben der Häuser, die dick eingepackten, winkenden Kinder: ein letzter Hauch von Leben, bevor wir in den weißen Winter eintauchen.
Wir erreichen die Eisscholle, eine riesige, gefrorene Fläche, auf der einige Eisberge regungslos zu treiben scheinen. Dann, ganz schnell, breitet sich Stille aus. Die Landschaft erwacht zum Leben: Granithügel, von Jahrhunderten poliert, Seen, die von Eis umschlossen sind, Täler, die vom Wind geformt wurden. Grönland öffnet uns seinen Weg auf seine eigene, raue und majestätische Weise.
Am Ende des Tages taucht eine kleine Holzhütte auf, einsam zwischen Himmel und Schnee. Ein behaglicher Zufluchtsort mitten im Nirgendwo. Drinnen bilden die Wärme des Ofens und das sanfte Licht einen eindrucksvollen Kontrast zur Außenwelt.
Hier, fernab jeglicher künstlichen Beleuchtung, tanzen die Nordlichter manchmal ohne Vorwarnung, wahre grüne Vorhänge, die sich in der arktischen Nacht wiegen.